Veränderungen – was du aus der Wissenschaft lernen kannst

by Simone  - Mai 19, 2021

Es gibt hunderte von mehr oder weniger klugen Sprüchen zu Veränderungen. Oft wird beim Thema Veränderungen und Umsetzung auf ein Zitat von Albert Einstein verwiesen:

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein

Um wirklich langfristig Veränderungen anzugehen, reicht das Lesen und Annehmen solcher Tipps und Weisheiten ganz sicher nicht aus. Egal ob es um Berufliches oder um Lifestyle geht! Wusstest du, dass laut einer Statista-Umfrage nur 20 Prozent der Menschen ihre Neujahrsvorsätze einhalten? 

Das Transtheoretische Modell

Ein therapieschulenübergreifendes Modell für Veränderungsprozesse ist das Transtheoretische Modell (TTM). Es ist besonders in der Gesundheitsforschung weit verbreitet.

Es beinhaltet 6 Stufen sowie 10 konkrete Strategien für den Veränderungsprozess. In diesem Modell werden für die Beratungssituation verschiedenste Strategien beschrieben, die angepasst an die einzelnen Stufen vom Berater eingesetzt werden. Aus diesen Strategien kannst du auch selbst einiges für persönliche Vorhaben und Veränderungen mitnehmen.

Strategien des Transtheoretischen Modells

1. Steigerung des Problembewusstseins

Sammele Informationen und reflektiere. Mache eine Pro- und Kontraliste.

2. Emotionales Erleben

Welche Gefühle verbindest du mit dem Status Quo? Wie würdest du dich gerne fühlen?

3. Wahrnehmen von förderlichen Umweltbedingungen

Was oder wer kann mich unterstützen?

4. Neubewertung der persönlichen Umwelt

Welche Folgen hat etwas für meine Umgebung?

5. Selbstneubewertung

Wie wird es sein, wenn ich ... ?

6. Selbstverpflichtung

Berichte anderen von deinen Vorsätzen.

7. Kontrolle der Umwelt

Schaffe dir eine unterstützende Umgebung. 

8. Gegenkonditionierung

Ersetze ungünstige Verhaltensweisen durch gute.

9. Selbstverstärkung

Belohne dich bei Etappenzielen selbst.

10. Nutzung von Beziehungen

Frage gezielt nach Unterstützung.


Die Entscheidung zur Veränderung steht über allem!

Das Rubikon-Modell: Die Psychologen Heinz Heckhausen und Peter M. Gollwitzer gehen davon aus, dass die Entscheidung zur Veränderung des Ist-Zustandes durch gründliches Abwägen von Wünschen und Vorhaben geschieht. Das ist die erste Phase ihres Rubikon-Modells. Die eindeutige Entscheidung am Ender der ersten Phase wird als Überschreiten des Rubikons bezeichnet. Ursprünglich hatte sich Feldherr Cäsar nach gründlichem Abwägen für die Überquerung des italienischen Flusses Rubikon und somit für einen Krieg entschieden. Dieses Modell hebt damit die Bedeutung der Entscheidung für Veränderung hervor. Das Überqueren des Flusses Rubikon steht symbolisch für die zentrale Anfangsentscheidung. Natürlich ist die anfängliche Entscheidung nicht alles. So besteht das Rubikon-Modell insgesamt aus 4 Phasen: 

  1. Abwägephase
  2. Planungsphase
  3. Handlungsphase
  4. Bewertungsphase

Also, entscheiden, beginnen und dranbleiben. Ich wünsche dir nun viel Erfolg bei der Umsetzung deiner Vorhaben und Veränderungen!

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